Unteres Gästehaus Kartause Ittingen

Eingebettet in eine idyllische Landschaft liegt die im Jahre 1150 gegründete Klosteranlage des ehemaligen Kartäuser-Ordens. Über ihre lange Geschichte hinweg durchlebte sie einige bauliche und auch inhaltliche Veränderungen. Derzeit dient sie als Ort der Begegnung, der die Werte der Kartäuser-Mönche weitertragen soll. Ein Schulungs- und Tagungszentrum gibt es dort, ein Gut mit Käserei und Weinbau und einige soziale und kulturelle Einrichtungen. Das untere Gästehaus war ursprünglich ein Landwirtschaftsgebäude, das in den 80er-Jahren zur Herberge umgenutzt wurde. Mit dem erneuten Umbau sollte es dem oberen Gästehaus, einem Hotel, in Komfort und Athmosphäre näher kommen. So wurden die Einbauten aus den 80er-Jahren entfernt und Raum für eine große Halle gewonnen, in der eine offene, skulpturale Treppe einen räumlichen Zusammenhang schafft. Ihre Seitenwand ist in kräftiges Rot getaucht, während die Stirnwand des Foyers türkis leuchtet. Das Licht bricht sich an den Farbflächen und die weißen Decken und Wände reflektiren die Farben. Als einfache weiße Räume sind die neuen Gästezimmer im Südtrakt gestaltet. Ein in den Raum gestellter hölzerner Kubus, der Dusche, WC und Garderobe aufnimmt, zoniert die Zimmer. Die Reduktion erzeugt Ruhe und erlaubt dem Gast, die Konzentration und Einsamkeit der Kartäuser für eine kurze Zeit nachzuleben.

Unteres Gästehaus Kartause Ittingen
© Walter Mair