Das Gebäude steht in dem zentral in Tokio gelegenen Stadtteil Aoyama. Es ist für unterschiedliche Nutzungen vorgesehen: Über Läden im Erdgeschoß folgen Büros und schließlich eine sich über drei weitere Geschosse erstreckende, großzügig geschnittene Wohnung. Im zweiten Stock liegen zunächst allgemeine Wohnräume der Familie, darüber sind individuelle Nutzungsmöglichkeiten vorgesehen. Das oberste Geschoss dient allein der Tee-Zeremonie. Die beiden Wohnbereiche sind jeweils in zwei gegeneinander verschobenen Zonen geplant; dadurch sowie auch durch geschickt eingesetzte Raumteiler ergibt sich eine interessante, dynamisch fließende Raumabfolge. Auch im Innern ist der Beton, aus dem das Haus errichtet ist, teilweise sichtbar gelassen und kontrastierend zu den Materialien Holz und Kalkstein eingesetzt. Um den Lärm einer nahe gelegenen, stark befahrenen Straße abzuschirmen, sind die Fenster weitgehend fest verglast. Die von innen unsichtbar angebrachten Rahmen für die Isolierglasscheiben sind aus einfachen Flachstahlprofilen konstruiert. Zu öffnende Fenster sind nur insoweit vorgesehen, als sie zur Lüftung unbedingt nötig sind. Die Öffnungen sind vorzugsweise so plaziert, dass sie den Blick auf einen alten Baum auf der Ostseite des Gebäudes ermöglichen. Sorgfältige Detaillierung, angenehme Proportionen und sparsame Möblierung lassen einen harmonischen Gesamteindruck entstehen.
