Bildhauer-Atelier in Darmstadt

Für den Entwurf waren zwei Kriterien entscheidend: die Auseinandersetzung mit dem großen parkähnlichen Grundstück und die Schaffung optimaler Arbeitsbedingungen für die Bildhauerin. Das Atelier - ein einfacher Kubus als ruhiger und sachlicher Raum für die künstlerische Arbeit - steht etwas abgerückt vom bestehenden Wohnhaus und ist durch einen überdachten Gang und einen niedrigen Zwischenbau - mit Bad und Teeküche angebunden. Der Baukörper berührt den Garten nur über die Einzelfundamente; der Rasen bleibt scheinbar unangetastet. Dem Wunsch nach Konzentration und Geschlossenheit einerseits, und nach Ausblick und Verbindung mit dem Garten andererseits wird in der räumlichen Funktionsgliederung entsprochen: Zwei Drittel des Raumes sind 4,80 Meter hoch, haben geschlossene Wände, Licht von oben und öffnen sich nur über die Südwestecke dem Garten. Hier ist im Sommer auch eine Verlagerung der Arbeit nach draußen möglich.

Bildhauer-Atelier in Darmstadt