Fenster

 - Leopold Wiel

Dichtung und Dämmung

Fenster
Bild 8.2. // Flaches Kastenfenster

Dichtung und Dämmung

Das Einfachfenster mit Flachglas 34 mm sollte in unseren Klimazonen wegen des Wärmeverlustes nur für unbeheizte oder schwach beheizte Räume (z. B. Treppenhäuser, Gänge, Dachböden) angewandt werden (Bilder 8.1., 8.10., 8.11.).

Für voll beheizte Räume werden Doppelfenster oder Doppelverglasungen verwendet. Die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten führte hier vom Kastendoppelfenster über das holzsparende, durch die äußere Leibung geschobene Flachkastenfenster (Bild 8.2.) zum Verbundfenster (Bilder 8.1., 8.3., 8.4., 8.7. und 8.8.), das zwar etwas ungünstiger in der Fugendichte ist, aber weitere Holz- und Beschlageinsparungen und den Vorteil der einfacheren Handhabung brachte. Verschiedene Flügelarten haben sich erst durch den Zusammenschluß der bisher getrennt betätigten Flügel durchsetzen können. Der jüngste Schritt, der nur mit der Festlegung bestimmter Öffnungs- und Profilmaße möglich ist, führt zu einem Fenster mit Einfachflügeln und vorgefertigten Doppelscheiben, die ein 1015 mm dickes Polster getrockneter Luft einschließen, dem sogenannten Thermofenster (Bilder 8.1., 8.5., 8.6., 8.9., 8.12., 8.13., 8.14.). Da es sich im Normalfall um einfache Flügelrahmen handelt, müssen die Fälze eine zusätzliche elastische Dichtung erhalten, oder es wird ein zusätzlicher Falz in die Profile eingefügt. Diese Variante wird z. B. bei Hebetüren gewählt, wo eine elastische Dichtung den Vorgang des Hebens und Senkens behindern und sich bald abschleifen würde (Bilder 8.12. und 8.13.). Das Thermofenster hat inzwischen seine großen volkswirtschaftlichen und funktionellen Vorteile erwiesen; so daß es in bestimmten Bereichen des industriellen Wohnungsbaues bevorzugt angewandt wird. In Bezug auf die Abdichtung der Fugen zwischen Blend- und Flügelrahmen werden auch bei Verbundfenstern – besonders bei kombinierten Holz-Leichtmetall-Konstruktionen – dauerhafte elastische Einlagen erprobt.

Die Wärmedämmung der Rahmenteile ist bei Holzfenstern wesentlich besser als bei Stahl oder Aluminium. Vor allem bei Stahl ist die Korrosionsgefahr durch Schwitzwasserbildung zu berücksichtigen.


  • Wie eine Brücke überspannt der Schuppenpanzer des UCCA Clay Museum die Durchgänge zu den Nachbargebäuden. Wo er die Erde berührt, haben Kengo Kuma & Associates flache Wasserbecken anlegen lassen.

    Museum für Keramikkunst in Yixing

    Mit dem neuen UCCA Clay Museum führt die chinesische Millionenstadt Yixing ihre jahrtausendealte Tradition der Keramikherstellung fort. Unter dem Panzer aus roten Tonplatten öffnen sich Ausstellungsräume mit offenen Holzdachstühlen – ein ausdrucksstarker Ort für die Präsentation moderner Keramikkunst.

  • Umbau im laufenden Betrieb

    Wer seit Jahren über Umbau schreibt, sollte ihn irgendwann auch selbst versuchen. Wir haben nun einen Umbau unseres Online-Auftritts bei laufendem Betrieb umgesetzt: Detail.de und Detail Inspiration sind jetzt eine Plattform. Unser Ziel: mehr Relevanz im Planungsalltag und guter Architekturjournalismus mit dem gewohnten Detail-Blick hinter die Fassade.

  • Beim letzten Detail Award 2025 gewannen Esch Sintzel Architekten einen der drei Hauptpreise mit ihrer Umnutzung eines Weinlagers in Basel zu Wohnungen. In diesem Jahr lobt Detail den Preis mit einer eigenen Kategorie für bezahlbares Wohnen aus.

    Große Architektur mit kleinem Budget

    Der Detail Architecture Award erlebt 2027 eine neue Auflage - erstmals mit einem Sonderpreis für bezahlbares Wohnen. Die Einreichungsphase läuft bis Ende Oktober.

  • Nichts deutet von außen darauf hin, dass sich das Mehrfamilienhaus an der Stampfenbachstrasse im Innenraum nach Lust und Laune verändern lässt.

    „Wie können wir Suffizienz mit Reichtum verknüpfen?"

    Die Wohnentwürfe von EMI Architekt*innen aus Zürich schaffen Raum für individuelle Aneignung. Warum das perfekt ins Zeitalter der Globalisierung und Digitalisierung passt, erläutert Büropartnerin Elli Mosayebi.

  • Das Restaurat L’Aria liegt im Dorf Blevio mit direktem Blick auf den Comer See. © Robert Rieger

    Aperitivo im Gewächshaus

    Herzog und de Meuron erweitern das Restaurant des Madarin Oriental am Comer See. Mit regionalen Materialien und einem neuen Licht- und Farbkonzept verweisen sie auf die umgebende Landschaft.

  • Luva office, Zirl: vollklimatisierte Arbeitswelt, wirtschaftlich realisiert mit Envola-System.Advertorial

    AdvertorialLuva office: ein System für das Büro von morgen

    Im luva office in Zirl liefert Envola die gesamte Gebäudetechnik als ein vorgefertigtes System und Teil des architektonischen Konzepts.