Ortbetonverbindung

 - Tihamér Koncz

Ortbetonverbindung zwischen Stütze und Binder durch Verschweißen der Bewehrungen // Ortbetonverbindung mit gabelförmiger Ausbildung des Binderauflagers

Ortbetonverbindung
Abb. 118 a/b: Ortbetonverbindung zwischen Stütze und Binder durch Verschweißen der Bewehrungen Abb. 119: Ortbetonverbindung mit gabelförmiger Ausbildung des Binderauflagers

3.52 Verbindungen zwischen Stütze und Binder in der Rahmenecke

3.521 Biegefeste Verbindungen wird man entweder mit Verschweißen der Bewehrungen und Ortbeton oder mit Vorspannung der Stützen und Riegel ausführen. Das Verschrauben oder Verschweißen eingebauter Stahlprofile kommt lediglich bei kleinerer Momentenaufnahme in Frage.

Eine einfache Ortbetonverbindung wird durch Zusammenschweißen der aus der Stütze und aus dem Binder herausragenden Bewehrung erreicht. Abb. 118. Der Binder kann bei der Auflagerung auch gleichzeitig die Seitenschalung geben. Abb. 119.

Für eine geringe Momentenaufnahme ist eine Verbindung mittels Verschweißen oder Verschrauben der aus der Stütze herausragender Stahleinlagen an die im Binder einbetonierten Stahlrohre vom Verfasser mehrfach verwendet worden. Bei kleinerem Durchmesser der Bewehrungsstäbe wird kein Stahlrohr oder Verschweißen nötig, die Aussparung im Binder wird mit einem spiralförmigen Rohr gebildet. Die Haftung des Bewehrungsstabes genügt bei normaler Haftlänge zur Verankerung. Abb. 120. Haftversuche wurden von A. R. Anderson durchgeführt, wo bis 25 mm Durchmesser und 30 cm Haftlänge die Zugfestigkeit der Stäbe maßgebend war. [30].

[30] Anderson, R. A.: Compisite Design in Precast and Cast in Place Concrete. Progressive Architecture 1960. Sept. 172-179.
 


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