Es gibt:
a. Stockwerksbalkenlagen (zwischen den einzelnen Stockwerken)
b. Dach- oder Stuhlbalkenlagen (zwischen oberstem Geschoss und Dachstuhl)
c. Kehlbalkenlagen (zur Teilung der im Dach übereinander liegenden Räume)
Einzelheiten zur zimmermannsmäßigen Balkenlage
Vorzüge der Balkendecke: leichte Bearbeitung und geringes Gewicht der Einzelteile; leichter Einbau, trockene Bauweise, dadurch Verkürzungen der Bauzeit; guter Wärme- und Schallschutz.
Nachteile: großer Holzbedarf; Feuer-, Fäulnis- und Schwammgefahr; letzteres besonders unter und über feuchten Räumen
Balkenabstände: von Mitte zu Mitte 60-85 cm; größere Abstände bedingen stärkere Fußbodendielen als 23 mm, sonst Knarren des Bodens beim Betreten.
Auflagertiefe: 15 cm bei Balken bis 20 cm Höhe. Höhere Balken mindestens 20 cm Auflager.
Gestoßene Balken mit seitlichen Stahllaschen oder Spitzklammern verbinden. Stoß nur auf tragenden Zwischenwänden.
Verankerung mit den Außenmauern zur Versteifung des Gebäudes an jedem 3. oder 4. durchgehendem Balken. Nichtbalkentragende Außenwände werden mit dem Ortbalken und den zwei angrenzenden Balken verankert. Anker nie über Fensteröffnungen.
Wechselbalken mit Brustzapfen anschließen und mit Spitzklammern sichern.
Querschnittsform und - Bemessung der Balken
Allgemeines: Holz für Deckenbalken aus Holz der Güteklasse II ausreichend.
Balken stets über die schmale Raumseite legen !
Alte Balkendecken besitzen in der Regel einen Balkenabstand von Mitte zu
Mitte von 80-85 cm und einen Balkenquerschnitt von b:h = 5:7
Nachteile : stärkere Fussböden und kräftigere Latten für die Einschubdecke
erforderlich durch weiten Balkenabstand.
Neuere Balkendecken werden meist mit engeren Balkenabständen verlegt
und aus Balken mit einem Querschnittsverhältnis von b:h = 1:2 bis 1:4.
Vorteile : schwächere Fussböden und Latten der Einschubdecken, oft Einsparung an balkenholz ; die Gefahr des Durchbiegens der Dielen und der Rissebildung in Deckenputz wird vermindert.
Bohlenbalken: zu eng liegende hohe schlanke Balken sind nicht anzuraten!
Nachteile : nur aus dicken und daher teureren Rundhölzern zu schneiden.
Enge Balkenabstände bedingen Schwächung des Mauerwerks und erschwerte Ausführung.
Gefahr des Verdrehens, Queraussteifung notwendig.
Schmale Balken müssen scharfkantig sein, sonst schlechtes Auflager auf dem Mauerwerk und für den Fussboden.
Zusammenfassung : baulich und statisch gesehen sind etwas weiter auseinanderliegende Vollbalken oder solche mit I-und Hohlquerschnitten den eng liegenden, schmalen und hohen Balken überlegen. Vollbalken lassen Baumkanten zu (sehr tragfähige, äussere Holzfasern).






